Dienstag, 4. Dezember 2012

Macht die Türen auf...



Heute ein Gedicht über Türen. Dieses ahnungsvolle Warten bevor sich eine Tür zum ersten Mal öffnet und auch das mit schwerem Herzen vor der verschlossenen Tür stehen, ist uns doch allen bekannt. Einen wundervollen Adventskalender dazu hat Gitta gemacht. Vielleicht gefällt er euch genauso wie mir.


Türen

Die Lebenswege sind gesäumt 
Von hunderttausend Türen 
Sie gehen auf 
Wir sehen rein 
Gefällt es uns 
So zieh'n wir ein 
Und wollen Heimat spüren 

Doch keiner dieser Räume birgt 
Genau was wir erträumen 
Schnell wird es eng 
An einem Ort 
Wir stehen auf 
Und ziehen fort 
Um ja nichts zu versäumen 

Zwei Türen weiter lockt ein Licht 
Es schimmert durch die Spalten 
Wir gehen hin 
Wir klopfen an 
Wir treten ein 
Und glauben dann 
Hier sei das Glück enthalten 

Aus manchen Kammern will man uns 
Mit aller Macht vertreiben 
Das passt uns nicht 
Wir werden stur 
Kein Argument 
Wir wissen nur 
Grad da wollten wir bleiben 

Es fallen immer Türen zu 
Das lässt sich nicht vermeiden 
Wir wehren uns: 
Nicht diese Tür! 
Ich war es nicht! 
Kann nichts dafür! 
Gequetschte Finger leiden 

Doch gibt es Räume, zwar meist klein 
Die bleiben immer offen 
Ist nicht daheim 
Ist nur vertraut 
Da haben wir 
Noch nichts verbaut 
Das lässt uns wieder hoffen 

Sehr viele Türen schliessen sich 
Das ist des Lebens Lauf 
Doch lernen wir 
So mit der Zeit 
Kommt der Moment 
Sind wir bereit 
Gehn neue Türen auf 

(Katharina Berger)







1. Eine Tür, eine Tür,
tut sich auf  für mich,
und das Licht und das Licht,
das grüßt dich und mich.

Macht die Türen auf,
macht die Herzen weit,
und verschließt euch nicht:
es ist Weihnachtszeit.

2. Tritt herein, tritt herein,
schau das Wunder an,
wie ein Kind, wie ein Kind
uns verwandeln kann.
Macht die Türen auf ...

3. Jesus kommt, Jesus kommt,
lädt zum Freiden ein.
Laß den Streit, laß den Streit,
es darf Weihancht sein.
Macht die Türen auf ...

Text: Wolfgang Langhardt
Musik: Detlev Jöcker

Kommentare:

  1. Liebe Carola,

    ein wunderschönes Lied! Auch wenn ich nicht immer kommentiere, so gönne ich mir im Moment doch täglich, hier reinzuhören.
    Finde es toll, wie Deine Kinder singen und freu mich über so eine schöne Idee!

    Liebe Grüße auch an Deine Mädels
    Christine

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  2. ... danke fürs verlinken und für Dein schönes Gedicht. Der Kalender über die Türen wächst sich für mich auch gerade zu einer philosophischen Betrachtung aus.

    Lg Gitta

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  3. Schön :)

    Mehr Worte bräuchte man dafür nicht :)

    Aber ich möchte an diese Stelle dieses Lied von Peter Maffay zitieren, welches mir sehr gut gefällt:

    Als du ein Kind warst
    Neugier im Blick
    Gab es immer eine Tür
    Die verschlossen blieb
    Irgendwo ging sie auf
    Du hast dich so gefreut darauf
    Doch von da an warst du
    nie mehr Kind

    Und dann mit zwanzig
    Hast du gemerkt
    Der Weg, der steil nach oben führt
    Blieb dir versperrt
    Und auch in der Liebe war
    Am Ende eine Türe da
    Doch du hast gewusst
    Dass sie sich bald öffnen muss

    Und dann viel später
    Ohne Angst
    Stehst du vor deiner letzten Tür
    Doch was kommt dann
    Dort kann die Ewigkeit
    Und dort kann auch das Ende sein
    Doch du bist bereit
    Für den letzten Schritt der bleibt

    Hinter der Tür
    Liegt ein Geheimnis
    Und es wird dich befrein
    Und du stellst dir vor
    Du wirst geblendet
    Und verzaubert sein
    Doch dort hinter der Tür
    Kann alles liegen
    Wunder und Enttäuschung
    Du weißt es erst
    Wenn du dort drüben bist

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Vielen Dank, dass ihr eure Gedanken und Meinungen mit mir teilt!