Freitag, 25. Juli 2014

Entgleist




Grübelnd.
Der Kopf so voll und schwer.
Die Einbahnstraße der Gedanken
führt im Kreis
 herum.

Das Für und Wider...
wen interessiert es schon?
Alles vorgegeben.
 Auf Gleisen,
 die andere für einen gelegt haben,
muss man verweilen.
Andere
bestimmen die Richtung,
  Halte-Stationen und Geschwindigkeit.
Gleiswechsel nicht in Sicht. 


Die Gedanken werden schneller,
kaum zu bremsen.
In scheinbarer Unbeweglichkeit rast man dahin.
Kind sein wollen.
Kind sein können!
Die Eisenbahn von ihren Schienen nehmen!
Aus dem bleischweren Körper
 entfalten sich Flügel.

Tanzend
über die Schienen fliegend
wachsen Flossen.
 Hinabtauchend
in die endlosen Ozeane der Träume,
hüpfend, springend wie ein Ball, emporschießend,
zuckerwattewolkenweich, klebrig wie ein Lutschbonbon,
purzelbaumschlagend den Regenbogen umrunden.
Die Zunge rausstreckend,
breit lachend
neue Wege
gehen.

(@Kräuterfraala)








Montag, 21. Juli 2014



Wenn sich eine Tür schließt, 
dann öffnet sich eine andere; 
aber wir schauen meist so lange und 
so bedauernd auf die geschlossene Tür, 
dass wir die, die sich für uns öffnet, nicht sehen 

 (Alexander Graham Bell, 1847 - 1922) 

Wie viele Menschen wohl schon durch diese Tür gegangen sind? 
Ich mag diese urig wirkenden Türschlösser, die Balken und Gewölbe, die Geschichte schreiben. Diese Tür stammt nicht aus dem verlassenem Dorf. An diesem Ort wird noch gelebt, zusammen gesessen und gefeiert. Erfahrungen werden ausgetauscht, bunte Eindrücke voneinander gewonnen und Einblicke in Neues gewährt. An diesem Ort ist es heimelig und die Gastfreundschaft wird groß geschrieben. Vielen Dank für die schönen Stunden und die Tür, die sich für uns geöffnet hat!


Mittwoch, 16. Juli 2014

Nach einer wahren Begebenheit ...




Brennnesselgedicht 

(Wahres Erlebnis vom Kräuterfraala ) 


Dass man bei einer Kräuterwanderung Vieles erlebt,
der ein oder andere von euch sicher versteht.
Mancher fing schon vorher mit Kräutern zu experimentieren an
und beachtet kaum, dass dies auch Nebenwirkungen auslösen kann.

Eines liegt mir sehr am Herzen
und ehrlich, hier neige ich nicht zum Scherzen!
Die Kräuter sind zwar aus der Natur
und taugen so für manche Kur,
doch was ich hörte auf einer Kräuterwanderung,
verdient besondere Beachtung!

Ich sprach von der Brennnessel und ein Mann wurde rot.
Er erzählte verlegen von seiner Not.
So las er doch vor einigen Jahren
über des Rauchens unbekannte Gefahren!
Drohende Impotenz und bis zu 8 mm Längenverlust am besten Stück,
Verkalkungen dort, verhindern beim Qualmer jegliches Eheglück.

Da er doch schon im reiferen Alter so manches Zipperlein verspürt,
blieb der Mann vom Bericht nicht unberührt.
Er forschte nach und dachte: „Toll!
Die Brennnessel die Durchblutung fördern soll!
Sie treibt aus Schlacken und macht die Adern rein!
Sie kann deshalb mein Heilmittel sein.“

Wobei der Herr leider nicht bedacht,
WIE man eine Brennnesselkur macht.
Er las: "Arthrose wird gelindert durch das Peitschen des Gliedes mit dem Kraut",
und dadurch hat der gute Mann scheinbar etwas durcheinander gehaut.
Hat er doch die Pflanze in seine Unterhose drapiert 
und sich damit malträtiert.

Immerhin konnte er mir die Bestätigung geben,
Brennnesseln erwecken zu neuem Leben!
Etwas anders als er erwartet
war das ganze ausgeartet.

Er meinte noch: „Schwellung und Größe waren nicht mehr sein Problem“,
und er könne mich nun gut versteh`n,
wenn ich sag`: „Schau dir das Kräuterla ganz genau an
und überleg vorher, wie man`s optimal verwenden kann!“


Dieses Gedicht war ein Teil meiner Aufführung als ich in Großbreitenbach, bei der Wahl zur Ehren-Olitätenmajestät im Jahr 2012, auf der Bühne stand. Kräuterinteressierte bitte jetzt schon mal vormerken! Der größte Kram- und Kräutermarkt Mitteldeutschlands findet am 17.8.2014 in Großbreitenbach statt. Vorher kann man sich dort schon eine Woche lang mit Kräutern beschäftigen. Es gibt ein reichhaltiges Angebot. Dazu aber demnächst mehr in einem Extrapost.



Freitag, 11. Juli 2014

Auf deinem Lebensweg






Geh` Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt!

(Antoine de Saint Exupéry)



Dienstag, 8. Juli 2014

Vortrag: „Wenn`s Ärschla brummt, ist`s Herzla g`sund“




Am Freitag, den 11.07.2014 sollte von 19.00 – 20.30 Uhr der Vortrag: „Wenn`s Ärschla brummt, ist`s Herzla g`sund“ statt finden. Aus privaten Gründen musste der Termin auf dem 18.07 verlegt werden. Er findet dann zur gewohnten Zeit statt.

Bei immer mehr Menschen verweigern Magen und Darm den Dienst. Ein gesunder Darm stärkt unser Abwehrsystems und schützt uns dauerhaft vor Krankheiten. Funktioniert die Verdauung nicht, fühlen wir uns unwohl und energielos. An diesem Abend geht es darum, wie man mit natürlichen Mitteln und Methoden Beschwerden lindern kann. Auf die besondere Heilkraft verschiedener Kräuter wird eingegangen und diese können vor Ort besichtigt und „vernascht“ werden. 


Treffpunkt: Wird wird wie immer bei Anmeldung bekannt gegeben
Anmeldung: siehe Impressum

Montag, 7. Juli 2014

Damals...



...warmwürzigen Heuduft in der Nase, Sonnenstrahlen auf der Haut, lauen Wind und Sommerduft im Haar, einen treuen, haarigen Freund an der Seite. Stille Momente in einer aufregenden Zeit.

Zwanzig Jahre vergangen! Und jetzt?

...warmwürzigen Heuduft in der Nase, Sonnenstrahlen auf der Haut, lauen Wind und Sommerduft im Haar, einen treuen, haarigen Freund an der Seite. Stille Momente in einer aufregenden Zeit.

Gott sei Dank Kein Fotograf in der Nähe. *lach*

Samstag, 5. Juli 2014

Auf was man so alles stößt...


Wer mich etwas näher kennt, der weiß, ich laufe gern an Orten herum, wo man kaum Menschen trifft. Der Nase nach, neue unbekannte Wege gehen, die ab und an einfach einmal zu Ende sein können. Dann steht man irgendwo im Wald und muss sich grob an der Himmelsrichtung orientieren, um wieder nach Hause oder zum Auto zu finden. Manchmal hat man ein Ziel, läuft aber anders als der Weg vorgibt, um zu sehen, ob man trotzdem am gewünschten Platz heraus kommt. Es gibt so viele schöne Ecken bei uns zu entdecken.

Im Frankenwald gibt es Sagen von den Holzfraalas und den Schrätzlas. Der ein oder andere würde sie vielleicht auch gerne einmal zu Gesicht bekommen. Sie sind klein, nicht größer als 5-6jährige Kinder. Sehr urtümlich sind sie und haben ihre Eigenheiten. Verwechseln konnte man sie deshalb nicht miteinander. Keiner weiß, woher sie kamen. Man erzählt sich Geschichten darüber, wie sie dem Frankenwäldler halfen und bei ihm lebten. Irgendwann verschwanden auch sie mit der Modernisierung aus dem Leben der Einheimischen.

Wenn man bei uns durch die Wälder streift, kann man erahnen, wie die Geschichten entstanden. Bemooste Felsen, Schattenspiele, kleine Höhlen an den steileren Ufern einiger Waldbäche - sie können dem Auge so manche Dinge vorgaukeln. Umso mehr zauberte mir diese kleine Stelle im Wald ein Lächeln ins Gesicht. 

Donnerstag, 3. Juli 2014

Das verlassene Dorf - Part 5



Die alte Villa. Verlassen steht sie am Abhang. Steile Klippen ragen an ihrer rechten Seite tief hinab, um irgendwann unten am Schiefersee zu enden. Die Kanten brechen ab. Erdspalten sind zu sehen. Wie lange wird der Ort der Natur noch trotzen?

Ist die Villa geisterhaft? Vielleicht. Zauberhaft an manchen Tagen, unheimlich bei aufziehendem Nebel. Vor einigen Jahren säumten noch große, schwere, weiße Quarzsteine die Auffahrt zum Anwesen. Es wurde geplündert. Vorwurfsvoll bezeugen die noch vorhandenen Abdrücke der Steine im blauschwarzen Boden den Frevel. Frevel auch am Haus. Schmierereien, zerbrochenes Glas, herausgetretene Türen. Mitgenommen wird, was nicht niet- und nagelfest ist. Dafür ist es eines der wenigen Häusern, welches nicht komplett vermüllt ist. Gewölbe, Wintergarten - der Ort "spricht" trotz oder gerade wegen der umgebenden Stille. 

Das Gebäude selber, steht wie eine alternde Diva die weiß, dass ihre Zeit vorüber ist, aber dennoch stolz und etwas unnahbar wirkend den Kopf abwendet, als würde es nicht sie betreffen. Oder sollte ich sagen wie ein Soldat? Einer der weiß, dass der Krieg verloren ist, aber nun seinem zu erwartendem Schicksal ruhig und aufrecht entgegen sieht? ...






Mittwoch, 2. Juli 2014

Das verlassene Dorf - Part 4



Das einsame Haus


Viele 
Füße gingen 
 einst  durchs  Haus.
Froh  hüpften  manche  ein 
und  aus, andere mit behäbigem  Tritt,
schleppend war auch mancher Schritt. Das Haus hat 
alle Füße gesehen, sah manche kommen  
und wieder gehen.  Die Spuren sind nun 
eingedrückt,  das  Haus  ist  ganz  damit 
bestückt. Die  Füße  sind  nun  alle  fort.
Das  Haus steht leer an seinem Ort. Ein-
sam  geworden  ist  sein  Gesicht,  doch 
ohne Seele ist es nicht. © Irmgard Adomeit, 2012



Ein Haus aus dem verlassenem Dorf. So viele Bilder warten darauf gezeigt zu werden. So viel bescheidener Charme liegt hier versteckt. Was uns dieses Haus wohl erzählen könnte?


Dienstag, 1. Juli 2014

Zusammensein





Manchmal sind die einfachen Momente des Zusammenseins die kostbarsten.